Lebensmittelpreise bleiben trotz Dürresommer konstant

Rund drei Milliarden Euro Schaden in der Landwirtschaft

Durch den trockenen Sommer müssen die Landwirte immer mehr Geld in Dünger, Pflanzenmittel und Energie investieren. Die Kosten die dabei entstehen berechnen sie jedoch nicht an die Verbraucher weiter. „Es gibt keinen signifikanten Anstieg der Lebensmittelpreise bedingt durch die Dürre“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Die Landwirtschaft hingegen leide unter der Situation. Die Schäden sollen sich insgesamt auf rund drei Milliarden Euro belaufen.

Und auch jetzt, einige Monate nach der Hitzeperiode, haben die Bauern immer noch mit den Folgen zu kämpfen. So wird beispielsweise auch der Transport von Chemikalien teurer, da diese durch das Niedrigwasser nicht transportiert werden können. Als Folge steigen auch die Preise für Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Damit im Falle einer weiteren Dürre alles abgesichert ist, diskutieren die Landwirte aktuell mit der Politik und Versicherungsbranche über mögliche Versicherungen gegen Dürreschäden. Zu einem Ergebnis soll es bislang jedoch noch nicht gekommen sein. Eine weitere Option zum Schutz wären dürreresistente Nutzpflanzen. Etwa 8000 Betriebe sollen Dürrehilfe beim Staat beantragt haben.

Noch 2017/2018 konnten die landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe ihre Ergebnisse um ein Fünftel steigern und lagen am Ende bei rund 65.200 Euro. Das Wirtschaftsjahr wird bis zum 30. Juni berechnet, weshalb die Dürrefolgen nicht in den Wert mit einfließen.